Donnerstag, 25. April 2013

Das isländische Wetter in allen Facetten!

Ich bin nunmehr seit bald 3 Wochen auf dem Hof im Vatnsdalur und hab von Sonnenschein bis Schneesturm schon fast alles mitgemacht. 
Wärs nicht so blöd, könnte man es faszinieren nennen, dass das Wetter immer mit den Wolken wechselt, die zur Zeit über den Himmel ziehen. 
Da kann es dann auch mal passieren, dass auf der einen Talseite ein Schneegestöber vorherrscht und auf der anderen Seite der blaue Himmel leuchtet und die Sonne scheint. Durch den starken (ziemlich eisigen) Wind werden die Wolken ziemlich flott durchs Tal getrieben, sodass die Aussage, dass das Wetter in Island alle fünf Minuten wechselt, gar nicht so weit hergegriffen scheint.

Nachdem in den letzten drei Tagen 24 Lämmer auf die Welt kamen (heute sogar eins mit meiner professionellen Hilfe) und die Pferde etwas vernachlässigt wurden, haben wir uns heute noch für einen letzten Ritt entschieden, bevor die Pferde für die nächsten Wochen wieder zurück zur Herde dürfen. (Während der Hauptzeit der Lämmer ist kaum Zeit für die Pferde.)



Losgeritten bei etwas Wind und weißen Wolken auf der anderen Talseite mit leichtem Schneegestöber freuten wir uns, dass zumindest der Wind nur von hinten kam. Leider nicht sehr lang, da wir über die Felder ritten und wir ziemlich schnell wieder in die andere Richtung kamen. Die erste Runde haben wir auch relativ gut überstanden. Ein paar Schneeflöckchen im Gesicht, aber sonst wars ganz in Ordnung. Auf dem Ende hat dann sogar noch die Sonne angefangen wärmend zu scheinen. 

Julia auf Skvísa

links blauer Himmel - rechts Schneegestöber

Mein Svarti-Tvistur mit Sturmfrisur
Bei der zweiten Runde mit zwei neuen Pferden hatten wir zuerst auch Rückenwind. Die Pferde waren flott unterwegs und wir entschieden uns, die größere Runde zu reiten. Die halbe Runde ging auch ganz gut. Es war sogar blauer Himmel streckenweise zu sehen und es wirbelten nur ein paar verirrte Schneeflocken umher. 


Auf dem Rückweg wurde das Wetter dann leider etwas schlechter. Der Wind nahm zu und die Schneeflocken flogen inzwischen fast waagrecht, leider nicht als Rückenwind, sondern uns entgegen. Die Flocken fühlten sich immer mehr wie Nadeln an im Gesicht und wir konnten kaum noch die Augen offen halten. Um schnell nach Hause zu kommen, trieben wir die Pferde an. Dabei noch etwas zu sehen, erwies sich allerdings als ziemlich schwierig. Der eisige Wind trieb uns die Schneeflocken in die Augen, sodass wir fast blind irgendwie versuchten, so schnell wie möglich wieder zurück zum Hof zu kommen. Schnell in den Stall, abgesattelt und ab in die warme Stube. 

Da mussten wir mitten durch!
Die ersten Anzeichen des Schneegestöbers sammeln sich auf dem Pferdehals
Aber alles nicht so schlimm, wenn man hört, dass die Bauern weiter nördlicher (da wo Valdi herkommt) mit dem Bagger nach ihren Heuballen suchen müssen unter gut 2 m Schnee...:)

Die letzten Bilder der Pferde, bevor sie wieder zeitweise in die Freiheit entlassen werden!

Mósa - Snafari
Gletting - Hrói - Hnáta - Glófaxi
Spurning
Skvísa
Svarti-Tvistur

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