Samstag, 25. Mai 2013

Da war doch noch was...

Das erste Fohlen ist da! :)

Nach ein paar Tagen im Hochland kam die Schimmelstute wieder zurück, um ihren Nachwuchs zu zeigen: ein schwarzes Hengstfohlen mit weißer Blesse, das wohl bald schneeweiß sein wird. :)





Aber sobald wir näher kommen, lieber wieder den Berg rauf...




Ein paar Eindrücke der Lammsaison...

...die immer noch nicht zu Ende ist. Momentan warten wir noch auf die letzten acht Schafe, dass sie endlich auch ihre Lämmer bekommen. 

Während der Lammsaison gabs natürlich einiges zu sehen. Daher wird der folgende Blog hauptsächlich aus Bildern bestehen (nachdem der letzte ja aus so viel Text bestand! :)). 

Erst einmal ein paar Lämmer, die einfach nur soooo süüüüüüß waren. :)
Das Untere hatte ein schwarzes Cape mit weißer Stirn und weißem Herz auf der Schnauze.

Man könnte meinen, das ist gescheckt, aber das wird später nur anstatt strahlend weiß, strahlend bräunlich weiß am Körper. :) 
Ein total putziges schokobraun geschecktes Lamm. 
Es sind halt doch einfach nur Chiller...:)
Darf ich vorstellen: unser Wolverine, auch genannt Dummi.
Er hat bei der Geburt wohl zu wenig Sauerstoff abbekommen und war am Anfang etwas behindert. Konnte seine Beine nicht richtig koordinieren und lag somit nur auf der Seite und hat gestrampelt.
Um ihn auch mal zum Stehen zu bringen, bastelte Valdi ihm ein Geschirr aus dieser Plastikplane.
Ich bezweifle, dass ihm das Gehänge sonderlich gut gefallen hat, geschweige denn seiner Mutter. Aber es hat wohl seinen Zweck erfüllt. Er ist inzwischen sehr aufgeweckt und ziemlich stabil auf seinen Füßen. Wir hätten es am Anfang nicht vermutet, dass er sich nochmal erholt. Inzwischen ist nur seine Mutter etwas unwillig ihm gegenüber. Man wird sehen, was aus ihm wird (oder auch nicht, wenn er auf dem Hochland im Sommer verloren geht...). 
Wolverine von X-Men, aufgrund seines Backenbarts und seiner ganzen Gesichtsform.
Dummi, weil sein IQ wohl immer noch etwas zurückhängt.
Aber er ist einfach zum Gernhaben. :)
Zum Vergleich der "echte" Wolverine
Lästig, aber muss sein... Immer diese Männer...:)




Sobald die Schafe draußen sind, darf geputzt werden....


Go, Eva! :)
Währenddessen erfreuen sich die Schafe an ihrer neugewonnenen Freiheit.






...und erfreuen sich am frischen grünen Gras, das immer mehr überall wächst.



Wir müssen natürlich auch etwas zwischen unsere Beißer bekommen. 
Da gibts zum Einen sowas: 




...oder auch sowas:




(Ich hab ein bisschen Fuß probiert. Schmeckte ein bisschen nach Schaffleisch, aber hatte eine sehr seltsame Konsistenz, ziemlich geleeartig. Der Kopf soll wohl besser sein, aber der Fuß hat mir gereicht für einen Tag. :) Anscheinend gibts Schafskopf auch als Take-Away bei dem Busbahnhof in Reykjavík zusammen mit Kartoffel- und Rübenpüree... Diese Isländer... :) )

Beim Schafetreiben findet man auch allerhand. Man könnte zum Beispiel Mama Vogel aufschrecken, die im grünenden Gras gut versteckt ihre Eier ausbrütet... (Frage an die Biologen: Wer kann mir sagen, was das für ein Mama Vogel ist?)



Nachdem die Schafe immer weniger werden und es dementsprechend nicht mehr ganz so viel zu tun gibt, haben auch wir ab und zu etwas Zeit für uns, ob das immer so gut ist, ist allerdings fraglich... :)








Da wundern sich selbst die Pferde. :)


Sonntag, 19. Mai 2013

Die Legende des verlorenen Apparats der Riesin

Es war einmal, vor langer langer Zeit ein netter kleiner Elfenmann. Er war mit seinen 127 Jahren im besten Alter und war ziemlich attraktiv. Daher galt er als sehr begehrter Junggeselle unter den Elfenfrauen. Zusätzlich hatte er auch noch ein gutes Herz und war sehr charmant und nett zu allen seinen Mitelfen, sodass er alle Herzen zum Schmelzen brachte. 

Dieser Elfenmann lebte auf einem Berg nahe einer Schlucht in Island. Er fühlte sich sehr wohl in seiner Erdwohnung, jedoch war er sehr einsam, da ihm eine Elfenfrau fehlte. 

Eines Tages ging er spazieren am Rande der Schlucht und sah etwas aufblitzen auf der anderen Seite. Er ging näher an den Rand der Schlucht und sah eine wunderschöne Elfenfrau am Rande des Flusses sitzen, der durch die Schlucht floss. 
Als die Elfenfrau ihren Blick von dem Fluss hob und ihn anschaute, meinte er noch nie zuvor etwas so schönes zuvor gesehen zu haben. Er hob langsam die Hand und winkte ihr zu. Als sie zurückwinkte, war es um ihn geschehen und er verliebte sich Hals über Kopf in die schöne Elfenfrau vom Fluss. 
Leider war der Fluss zu tief und zu reissend, als dass er auf die andere Seite gelangen konnte. 
So war er gezwungen, jeden Tag an dieselbe Stelle zurückzukehren in der Hoffnung, sie noch einmal zu sehen. 


Eines schönen Tages, die Sonne schien und es war einer der wärmsten Tage seit Langem, sah er eine Riesin mit ihrem Riesenhund den Berg hinaufgehen auf der anderen Seite der Schlucht. 
Als er merkte, dass sie eine gutmütige Riesin war, dem Berg und seinen Bewohnern wohlgesonnen war und auch von dem Hund auch keine Gefahr ausging, war er beruhigt und seine Sorgen um die schöne Elfenfrau besänftigt. 
Noch immer dachte er jeden Tag an sie und er war traurig, dass sie für ihn wohl unerreichbar blieb. 
Er beobachtete, wie die Riesin immer wieder stehen blieb und einen Apparat aus ihrer Tasche holte. Sie drückte verschiedene Knöpfe, steckte den Apparat wieder zurück in ihre Tasche und setzte ihren Weg fort. Sie kam auch in die Nähe, wo er die schöne Elfenfrau zuletzt gesehen hatte, blieb stehen und holte wieder ihren Apparat heraus. Er wunderte sich, was das wohl sein mochte. Nach einiger Zeit sah er die Riesin über den Bergkamm verschwinden. Neugierig geworden, schnappte er sich seine magischen Schuhe und lief in Riesenschritten ebenfalls den Berg hinauf auf seiner Seite der Schlucht, immer die Riesin im Blickfeld.









Irgendwann merkte er, dass die Riesin ihn zum Ende des Flusses führte, dort, wo er auch flach genug für ihn wurde. Endlich konnte auch er das Hindernis, das ihn bisher von der wahren Liebe abgehalten hatte, überwinden. Dankbar hüpfte er endlich wieder voller Hoffnung über den Fluss. 





Derweil beobachtete er die Riesin, wie sie ihren Apparat mehrmals ins hohe Gras stellte, auf einen Knopf drückte und wieder davon sprang, nur um kurze Zeit später, genau die gleiche Prozedur zu wiederholen. Als er näher zu dem Apparat kam, merkte er, dass auf der Rückseite dasselbe Bild zu sehen war, das er sehen konnte. Leider war es wohl immer etwas verschwommen, sodass die Riesin gezwungen war, das Bild mehrmals zu wiederholen. 



Der Elfenmann sah, dass der Apparat jedes Mal etwas verrutschte, wenn die Riesin weglief. Da er ihr so dankbar war, ihn zum Flussende geführt zu haben, hielt er den Apparat das nächste Mal fest, als die Riesin weglief, damit dieser nicht wieder wackelte. Das schien wohl gewirkt zu haben, da die Riesin zufrieden lächelte.  




Als er das sah, freute er sich mit ihr, winkte ihr noch einmal zu und lief dann los, um seine Elfenfrau am Rande der Schlucht zu finden. 

Mit seinen magischen Schuhen lief er so schnell er konnte an der Schlucht entlang. Als er um die letzte Wegbiegung lief, stockte er mitten im nächsten Schritt, als er die Elfenfrau in der Nachmittagssonne am Flussufer sitzen sah. Langsam ging er auf sie zu. Als sie sich umdrehte sah er, dass sie ein blau-kariertes Halstuch trug, das ihre grünblauen Augen betonte und sie von Nahem noch schöner war, als er von der anderen Seite des Flusses schon gesehen hatte.
Als sie sich anschauten, war für beide klar, dass bei beiden die Gefühle gleich groß waren und dass sie ihr Leben zusammen verbringen wollen. Er nahm sie an der Hand und gemeinsam liefen sie zurück zu seiner Erdwohnung. Er rief schnell das ganze Elfenvolk seiner Bergseite zusammen und sie feierten ein großes Fest. Alle feierten mit ihm, da ihn alle mochten und sich mit ihm freuten. 

Als er spät abends mit seiner Elfenfrau glücklich unter dem Sternenhimmel saß, sah er etwas im Gras aufblitzen. Es war der Apparat der Riesin. Sie musste ihn wohl verloren haben, als sie zurück zu ihrer Erdwohnung ging. 



Er hob ihn unter Aufbringung seiner ganzen Kraft auf und trug ihn mithilfe seinem Haustroll in seine Erdwohnung. Der Elfenfrau erzählte er seine Erlebnisse mit der netten Riesin, die ihn zu ihr geführt hatte.

Früh am nächsten Morgen stand er schon in der Küche seiner Erdwohnung, um seiner Frau ein tolles Frühstück aus gesammelten Beeren und Blüten vorzubereiten, dass er ihr ans Bett brachte. 

Als sie so frühstückten ertönte draußen ein Geräusch. Es klang, wie wenn jemand bitterlich weinen würde. Als sie aus der Tür schauten, sahen sie, dass es nicht ein anderer Elf war, sondern die Riesin vom Vortag, die sehr traurig aussah und an ihrer Wange liefen Tränen herunter. Der Elfenmann wurde auch traurig, als er sie so sah und dachte nach, warum die Riesin wohl so traurig war an diesem wunderschönen Morgen. Die Elfenfrau dachte auch nach, wie sie der Riesin helfen konnten. Im selben Augenblick kam ihnen der Geistesblitz. Die Riesin war bestimmt traurig, weil sie ihren schönen Apparat vermisste, den sie am Vortag verloren hatte. 

Also schnappten sie sich gemeinsam das Gerät und trugen es vor die Türe, sodass die Riesin es sehen konnte. 


Sie versteckten sich wieder in der Wohnung und lugten durch das kleine Fenster in der Tür. Sie brauchten nicht lange zu warten, da ertönte ein Jubelschrei. Der Elfenmann lächelte liebevoll der Elfenfrau zu und gemeinsam schauten sie zu, wie die Riesin vor Freude noch mehrere Juchzer von sich gab und dann den Apparat an ihr Herz drückte. Sie schien wieder getröstet und glücklich! 
Und da Elfen viele hundert Jahre alt werden können, lebten sie noch viele lange Jahre glücklich zusammen und hatten unzählige Kinder und Kindeskinder. 
Und die Riesin, nunja, die lebt auch heute noch und verbreitet auch weiterhin die Geschichte, wie die Elfen ihren Apparat wiedergebracht hatten. 





Wer nun nicht an die Fabelwesen Islands glauben will, der kann auch die andere Version glauben. Nämlich, dass das Handy einfach aus der Tasche fiel und nach mehrmaliger Suche (unter anderem Morgens um halb sieben) dann durch Zufall und RIESENGlück wiedergefunden wurde. :)

Mir persönlich gefällt die erste Geschichte besser. In Island glaubt keiner an Fabelwesen, allerdings glaub auch keiner nicht an Fabelwesen. Es gibt genügend Sagen, die an einem Unglaube Zweifel lassen.
Es steht euch frei, an was ihr glaubt. Man weiß es nicht, es wird gemunkelt...:)