Dienstag, 27. August 2013

Der Beginn von zwei Traumwochen! :)

Einen Tag vor meinem Geburtstag fuhr ich mit dem Bus von Blönduós nach Reykjavík, wo ich meine liebe Freundin Denise am BSI Busbahnhof abgeholt hab.

Denise hab ich ein Jahr zuvor kennen gelernt, als sie als Zwischenmieterin in meiner WG gewohnt hat. Wir verstanden uns da schon sehr gut und als es dann feststand, dass ich nach Island gehe, hat sie spontan gesagt, dass sie mich besuchen kommt. Und dann war es endlich soweit! :)

Als ich Denise am BSI abgeholt hatte, liefen wir zum Bus Hostel. Ein vermutlich erst dieses Jahr neu eröffnetes Hostel. Es war ordentlich, sauber und die Betten waren auch neu. Mit ziemlicher Sicherheit wohl das beste Hostel in dem ich bisher auf meinen Reisen übernachtet habe. 
Allerdings müssen sie wohl noch etwas an dem Buchungssystem arbeiten, da es wohl immer wieder etwas Wirrungen gibt. Oder man nimmt es einfach so hin, dass es in Island nun mal so ist. ;) Bei unserer Buchung lief auf jeden Fall etwas schief. Man löste das Problem, indem wir nach einigem hin und her dann für die ganzen 5 Tage in einem 4-Bett-Zimmer untergebracht waren, anstatt einem 8-Bett-Zimmer, für das wir eigentlich bezahlt hatten. :) Sollte uns nicht weiter stören! :)

Also ab, Gepäck in das Zimmer und weil wir beide dann doch ziemlich hungrig waren, gingen wir sogleich zum nächsten Supermarkt um unser erstes gemeinsames Abendessen einzukaufen. Juhuu! Spaghetti mit Tomatensoße! ;) Aber war trotzdem lecker. 

Ursprünglich hatten wir vor bis um zwölf wach zu bleiben, damit Denise mir dann noch gratulieren konnte. ;) Allerdings war sie dann doch ganz schön müde (kenn ich noch von den ersten Tagen in REY), sodass wir dann einfach geschlafen haben. 

Am nächsten Morgen hatten wir dann ein supertolles Frühstück mit etwas seltsamen, aber anscheinend gesunden Fiber-Müsli und tollen Party-Servietten. (Gespendet von Eva. :) Die Luftballone waren leider nicht mehr zu verwenden...)



Nach diesem wundervollen Frühstück in wundervoller Gesellschaft sind wir dann auf in die Stadt, damit ich Denise ein bisschen was von der Stadt zeigen konnte. 

Zuallererst sind wir natürlich zur Hallgrímskirkja, um einen Eindruck von oben zu bekommen. Leider war das Wetter dieses Mal nicht ganz so gut wie im April, aber man hat trotzdem weit gesehen. (Da sich in den 4 Monaten meiner Abwesenheit nun nicht so viel verändert hat am Ausblick und auch in der Stadt, werde ich nur ausgewählte Bilder hier zeigen.)


Inzwischen mit Folien beklebt: Die Uhren der Kirche

Der "Little Traveller" unterwegs auf großer Reise


In der Kirche war es dieses Mal ziemlich voll (Juli/August ist die Haupttouristensaison) und dieses Mal spielte sogar einer Orgel. Ein bisschen habe ich sogar aufgenommen, allerdings hat sich das im Nachhinein dann doch nicht mehr so toll angehört, daher erspare ich euch das Orgelspiel. ;)
Eine Wahnsinnskirche ist die Hallgrímskirkja immer noch! 

Auf dem Weg zu der Haupteinkaufsstraße, der Laugavegur, blieben wir dann in einem Musikgeschäft hängen. Hier bestand die Möglichkeit Musik zu hören und kostenlosen Kaffee zu trinken. Weil wir ja keine Eile hatten, versuchte ich mich durch das komplette Regal an isländischer Musik zu hören. Leider ist mir das nicht gelungen in den zwei Stunden, die wir dort verbrachten. Es gibt einfach zu viele Isländer, die CDs rausbringen. Viele haben echt schöne Designs und sind sehr ansprechend gestaltet. Es lief dann darauf hinaus, sich mehrere CDs zu greifen und einfach mal reinzuhören. Wir hatten ja eigentlich keine Ahnung von der Musik. Ich wusste von ein paar Gruppen, die mir gefielen, doch die waren teilweise noch nicht veröffentlicht. Aber das sollte mich nicht daran hindern, trotzdem mit 6 CDs aus dem Laden rauszulaufen. :) 




Nachdem wir endlich aus dem Musikgeschäft wieder ans Tageslicht traten ging die Führung durch Reykjavík weiter. 

Vorbei an der Harpa...

...an regenbogenfarbenen Häusern..



... an handzahmen Eisbären...



... kurze Pause am Rathaus beim Stadtsee...






Zwischendrin gabs einen kleinen Snack in einem süßen alternativen Kaffee.






Abends gingen wir dann noch ziemlich gut essen... :) In der Perlan, dem Warmwasserspeicher von REY, gab es oben in der Glaskuppel ein Restaurant. Es ist ein sogenanntes Drehrestaurant. Das bedeutet, dass das Restaurant oder zumindest der Teil, wo man sitzt, sich in knapp zwei Stunden einmal um 360° dreht. Zu Beginn hatte man die Geschwindigkeit wohl ein bisschen zu hoch gestellt, sodass den Gästen wohl etwas schlecht wurde. Inzwischen haben sie aber ein gutes Tempo eingestellt. :) Uns ist zumindest nicht schlecht geworden. Wär auch zu schade gewesen bei dem fantastischen Essen. :) 




Lachstartar

Beef Tenderloin mit Kartoffelgratin, Perlenzwiebeln, Spargel, Pilzen und Rotweinsauce
Denise's Hauptgericht: Rucolasalat mit Roter Beete, Ziegenkäse, Walnüssen und Rote Beete-Sorbet
Das Pre-Dessert: Perlan-Eis mit "Müsli"

Rhabarber-Tarte, Kiwi, Melone, Ananas und Rhabarber-Eis
Weißes und dunkles Schokoladenmousse mit Haselnussschnee und Himbeersorbet
Ein wahrer Traum! Das war einfach nur gut! :) Und das bei einem Rundumblick über REY! :) Ein toller Abend mit super Essen und viel Herzklopfen! (Und selbst wenn man vielleicht sonst nicht nach Island gehen würde, für die Perle lohnt es sich allemal für einen Wochenendtrip! :))



Am nächsten Tag hat es leider sehr geregnet. Zuerst war es gar nicht so schlimm. Wir wollten zum Krankenhaus, um meine Fäden am Finger ziehen zu lassen und danach in einem Einkaufszentrum durch die Läden zu bummeln. Leider sind wir zum Krankenhaus einen kleinen Umweg gelaufen, sodass wir doch etwas länger als gehofft gebraucht hatten. Nachdem es dann auch immer stärker geregnet hat (JA, in REY gibts tatsächlich REGEN!), kamen wir dann etwas durchnässt an. Das Fädenziehen hat dann auch gar nicht so lange gedauert, auch wenn man meinen könnte, vom Preis her sei es ein ziemlicher Aufwand gewesen... (War teurer als das Nähen selbst...)
(Für alle, die es nicht bekommen habe, da ich vergessen hatte, es im letzten Blog zu erwähnen. Am Mittwoch zuvor hat mich ein Nagel beim Hufebeschlagen etwas verletzt. Das Pferd hat unerwartet den Fuß zurückgezogen und damit auch den Nagel durch meinen Finger. Keine Sorge, Finger ist noch dran, inzwischen auch recht gut verheilt. Símon, Valdis Sohn, hat mich da ins Krankenhaus gefahren, wo die Wunde dann mit fünf Stichen genäht wurde. Bilder zeige ich auf Wunsch, es hat geheißen, die seien nicht so ansehnlich. :D)

Im Einkaufszentrum wurden wir leider nicht sehr fündig. (Oder was heißt hier leider - hat Kilos im Koffer gespart und den Geldbeutel geschont...;))


Abends haben wir an einer Schnupperstunde für den Salsatanz teilgenommen, den jemand Denise empfohlen hatte. Hat ziemlich viel Spaß gemacht, aber wie das wohl immer so ist, war auch dort Männermangel... Dabei machts doch so Spaß! :)
In der Bar, in der die Stunde stattfand, trafen wir dann auch noch Pálli, der über Couchsurfing.com mit Denise in Kontakt getreten ist und angeboten hatte, uns eine Führung von REY und Umgebung zu geben.

Dieses Angebot haben wir dann auch am nächsten Tag (Freitag) angenommen. Es wurde dann auch noch ganz amüsant bzw. interessant. 
Pálli fuhr mit uns zum Beispiel zu einer kleinen Halbinsel, der sogenannten Grótta. Da kann man nur bei Ebbe rüberlaufen. Es gab einen Leuchtturm und zwei Häuser. 

Es war ein ziemlich nettes Plätzchen, wenn auch das Wetter eher schlecht war. 







Pálli
Danach besuchten wir ein Freilichtmuseum. Hier standen alte Häuser, die aus der Stadtmitte von REY hierher transportiert wurden. Entweder im Ganzen oder zerteilt und wieder aufgebaut. Zu den Häusern gab es auch teilweise Bilder wie sie früher aussahen oder für was sie verwendet wurden. 



Als Turnhalle...
...oder auch als Kirche.


Ein ehemaliger Stall


Mal wieder eine Kirche :)


Getrockneter Fisch


Zum Abschluss unseres Ausflugs fuhren wir dann noch zum Haus des Präsidenten. In Island kann wohl sogar der Präsident ohne Bodyguards und Sicherheitsabstand leben...






Nach diesem kurzen Besuch beim Präsidenten brachte uns Pálli wieder zurück zum Hostel. 

Zurück im Hostel gab es (mal wieder) Spaghetti. Das Geld, das wir in der Perlan ausgegeben hatten, musste ja irgendwie wieder reingeholt werden...:)

Spontan wie wir sind, gingen wir dann noch zum Strand von REY. Hier wurde ein Teil vom Meer abgegrenzt und extra goldener Sand hingeschüttet. Das Meerwasser wird auch noch etwas "beheizt". Das heißt bei Flut hatte das Wasser dann wahrscheinlich so um die 10°C, also keine Gefahr für die Zehen... Zusätzlich gibt es an dem Beach auch noch einen Hot Pool, also ein kleineres heißes Becken mit ca. 38°C. 
An dem Abend waren wir leider etwas spät dran (19.00 Uhr), sodass der Hot Pool leider schon fast ganz leer war. (Wer Öffnungszeiten lesen kann, ist klar im Vorteil.)

Trotz allem haben wir noch die Restwärme des Beckens ausgenutzt und waren noch ein bisschen plantschen. Mit dabei waren Jona, ein Australier, und Bara, eine Tschechin, die in den Staaten lebt.







Am nächsten Tag gingen wir nochmal baden am selben Strand. Dieses Mal begleitet von zwei Amis, CJ und Tony, und einem Kanadier, Jordan. Leider war hier Ebbe, sodass das Wasser wohl um die 5°C hatte. In diesem Fall eine Gefahr für die Zehen meine Meinung nach. Es war echt saukalt. (Ich war natürlich trotzdem mehrmals drin...) Aber zum Glück gab es dieses Mal genug heißes Wasser, dass meine Zehen es ohne Spätfolgen überlebt haben. :)

Nach dem Bad machten wir uns hübsch für die Gay Pride Parade, also ein Umzug für Homosexuelle, die an dem Nachmittag stattfand. Unglaublich wie viele Leute dafür nach REY kamen. Nach vier Monaten in der Einsamkeit fast ein Schock! :)
Aber ich erholte mich schnell wieder und genoss das Spektakel.



Auch Jón Gnarr, der Bürgermeister von REY nahm verkleidet teil.
(als Info: 
http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B3n_Gnarr)


So trifft man sie wieder: unser Rezeptionist aus dem Hostel









Am Abend nützten wir noch die allgemeine gute Stimmung aus und erforschten das isländische Nachtleben aufs Feinste. :)
Doch mit lange ausschlafen war nichts. Unser Auto wurde angeliefert! 
Doch dazu mehr im nächsten Blog! :)

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